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Mathematische Denkspiele
mit Zeichnungen von Susanne Hunsdorfer

Weltbild Verlag, Augsburg
ISBN: 3-8043-3063-0
144 Seiten
 


Vorab

Eine neue Sammlung von Denksportaufgaben! Eine Mischung aus klassischen Speisen und jungem Gemüse, die dadurch zusammengehalten wird, daß es sich um mathematische Denksportaufgaben handelt.

Keine Angst! Das bedeutet weder, daß Sie Mathematik können müssen, um die Aufgaben zu lösen, noch daß Sie durch das Lösen der Aufgaben Mathematik lernen. Was heißt dann "mathematische Denksportaufgaben"? Zum Teil handelt sich’s um besonders raffinierte Aufgaben, zum Teil um Aufgaben, bei denen der Lösung eine allgemeine mathematische Methode zugrunde liegt.

Die Autoren von Denksportaufgaben beschwören ihre Leser häufig: Schauen Sie die Lösungen nicht nach! Probieren Sie selbst! Erst wenn Sie kurz vor dem Verzweifeln sind, dürfen Sie meine Hinweise lesen.

Ich gestehe: Ich schlage Lösungen immer nach. Und ich tue das auch ohne schlechtes Gewissen. Denn der Reiz einer Denksportaufgabe besteht nicht nur darin, die Lösung rauszukriegen, sondern auch darin, die Lösung zu genießen. Bei mathematisch orientierten Aufgaben ist die Lösung das Schönste. Es ist nicht wie bei einem Kreuzworträtsel (man muß es einfach machen), sondern der Genuß liegt in dem teuflischen Trick, dem genialen Gedanken, der raffinierten Methode, die die Lösung schlagartig klar macht.

Deshalb: Schauen Sie nach! Die Lösungen sind der wichtigste (und umfangreichste) teil des Buches. Die Lösungshinweise sind übrigens oft so formuliert, daß Ihnen nicht alles abgenommen wird. Ich will Sie nur auf den rechten Weg führen. Außerdem gibt’s dabei manchmal noch neue Aufgaben.

Mein Ziel ist es nicht, Sie vor unlösbare Probleme zu stellen. Deshalb bauen die Aufgaben aufeinander auf. Zuerst kommen leichte Aufgaben; wenn Sie diese bewältigt haben, können Sie sich auch an die echten Probleme wagen.

Eine Kostprobe:

100 Bonbons

Christoph und Maria haben jeweils eine Tüte mit 100 Bonbons erhalten, Christoph 100 blaue und Maria 100 rote Bonbons.

Natürlich will jeder einige Bonbons vom andern haben: "Gibst du mir‘n paar blaue, dann geb ich dir rote." Sie tauschen, tauschen andere zurück, es geht oft hin und her.

Am Ende blickt keiner mehr durch. Das einzige, was sie noch können ist, ihre Schätze zu zählen. Sie stellen fest, daß sie beide wie zu Beginn genau 100 Bonbons haben.

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 © christoph beutelspacher 2000